Kursstart: 30. Oktober 2026

Risk Manager for Cultural and Natural Heritage in Climate Change – Tools, Skills & Strategies

Interreg Central Europe INACO

Assoz. Prof. Dr. Anna Maria Kaiser

Dieser Kurs ist Teil einer MOOC-Serie:  Nachhaltigkeit: Heute für Morgen

Wissenschaftliche Einordnung:

  • Biologie (106)
  • Andere Naturwissenschaften (107)
  • Umweltingenieurwesen (207)
  • Politikwissenschaften (506)
  • Humangeographie (507)
  • Raumplanung (507)
  • Archäologie (601)
  • Geschichte (601)
  • Kunstwissenschaften (604)
  • Andere Geisteswissenschaften (605)

Kursstart: 30. Oktober 2026

Risk Manager for Cultural and Natural Heritage in Climate Change – Tools, Skills & Strategies

Interreg Central Europe INACO

Assoz. Prof. Dr. Anna Maria Kaiser

Dieser Kurs ist Teil einer MOOC-Serie:  Nachhaltigkeit: Heute für Morgen

  • Umfang: 4 Lektionen
  • Aufwand: 1 Stunde/Lektion
  • Kursstart: 30. Oktober 2026
  • Kursende: -
  • Status aktuell: Zukünftiger Kurs
  • Teilnehmende aktuell: 3
  • Lizenz: CC BY-NC-ND 4.0
  • Verfügbare Sprachen:
    • English ‎(en)‎
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Details zum Kurs

Allgemeines

Kulturelles und natürliches Erbe in Europa ist zunehmend den Auswirkungen des Klimawandels ausgesetzt. Hochwasser, Starkregen, Stürme, Dürren, Waldbrände, Erosion und andere klimabedingte Gefahren bedrohen historische Bauwerke, archäologische Stätten, Kulturlandschaften und Schutzgebiete gleichermaßen. Gleichzeitig fehlen vielerorts noch geeignete Strategien, Werkzeuge und qualifizierte Fachkräfte, um diese Risiken systematisch zu bewerten und wirksame Schutzmaßnahmen umzusetzen.

Um dieser Herausforderung zu begegnen, wurde im Rahmen des Interreg Central Europe-Projekts INACO das Kompetenz- und Berufsprofil eines Risk Manager for Cultural and Natural Heritage entwickelt. 
INACO (INnovative strategies for the Adoption of risk management plans to enhance the resilience of sensitive Cultural and natural heritage Objectives against climate hazards in river basin districts) unterstützt öffentliche Einrichtungen und Fachakteur_innen bei der Stärkung der Resilienz von Kultur- und Naturerbe gegenüber klimabedingten Risiken und entwickelt dafür Strategien, Methoden und digitale Werkzeuge.

Ein zentrales Ergebnis des Projekts ist dieser Online-Kurs „Risk Manager for Cultural and Natural Heritage in Climate Change – Tools, Skills & Strategies“. Der Kurs vermittelt grundlegende und praxisorientierte Kompetenzen für das Risikomanagement von Kultur- und Naturerbe im Kontext des Klimawandels und stärkt die digitalen Kompetenzen der Teilnehmenden im Umgang mit Risikoanalysen, Entscheidungsprozessen und modernen Risikomanagement-Tools. 
Die Teilnehmenden lernen, Risiken zu erkennen und zu bewerten, geeignete Strategien zur Stärkung der Resilienz zu entwickeln sowie Werkzeuge und Methoden für Analyse, Planung und Entscheidungsfindung einzusetzen. Besonderes Augenmerk liegt dabei auf den im Projekt INACO entwickelten Risikomanagement-Tools und ihrer praktischen Anwendung zum Schutz von Kultur- und Naturerbe. Dabei erwerben Sie ein fundiertes Verständnis der Aufgaben, Kompetenzen und Handlungsfelder eines Risk Managers für Kultur- und Naturerbe.

Der Kurs richtet sich an Fachkräfte und Entscheidungsträger_innen aus den Bereichen Kulturerbeschutz, Denkmalpflege, Naturraummanagement, öffentliche Verwaltung, Katastrophenschutz, Raumplanung und Klimaanpassung sowie an Studierende und alle Interessierte, die ihre Kenntnisse und Kompetenzen im klimaorientierten Risikomanagements erweitern möchten.

Kursinhalt

Der Kurs besteht aus vier Modulen, die verschiedene Aspekte des klimaorientierten Risikomanagements für Kultur- und Naturerbe behandeln. Von den Auswirkungen des Klimawandels über die Rolle des Risk Managers bis hin zu digitalen Werkzeugen und kooperativen Ansätzen vermitteln die Module einen umfassenden Überblick über aktuelle Herausforderungen und Lösungsansätze im Umgang mit klimabedingten Risiken.

Modul 1: Endangered Heritage and Systematic Protection
Den Auftakt bildet eine Einführung in die Auswirkungen des Klimawandels auf Kultur- und Naturerbe. Die Teilnehmenden erhalten einen Überblick über klimabedingte Gefahren, unterschiedliche Arten von Kultur- und Naturerbe und deren spezifische Risikoprofile. Darüber hinaus wird die Bedeutung eines systematischen Risikomanagements für den Schutz von Kultur- und Naturerbe erläutert sowie ein Einblick in die Ziele und Ansätze des INACO-Projekts gegeben.

Modul 2: The Role, Skills and Integration of the Risk Manager
Im Mittelpunkt des zweiten Moduls steht das Berufsbild des Risk Managers für Kultur- und Naturerbe. Behandelt werden die erforderlichen Kompetenzen, Aufgabenbereiche und Herausforderungen dieser Rolle sowie ihre Integration in bestehende Verwaltungs- und Organisationsstrukturen. Darüber hinaus werden Kompetenznetzwerke und die Anwendung international anerkannter Risikomanagementstandards wie ISO 31000 vorgestellt.

Modul 3: Strategies and Tools for Heritage Risk Management
Praktische Strategien, Methoden und digitale Werkzeuge stehen im Fokus des dritten Moduls. Die Teilnehmenden erhalten Einblicke in die im Projekt INACO entwickelten Risikomanagement-Tools und deren Anwendung für die Gefährdungs-, Risiko- und Vulnerabilitätsanalyse. Ergänzend werden unterschiedliche Arten klimabedingter Gefahren sowie geeignete Präventions-, Vorsorge- und Reaktionsmaßnahmen behandelt.

Modul 4: Stakeholder Cooperation and Expert Networks
Den Abschluss bildet das Thema Zusammenarbeit und Vernetzung im Risikomanagement. Im Fokus stehen Stakeholder-Analyse, interinstitutionelle Kooperation, die Zusammenarbeit mit Einsatzorganisationen sowie die Entwicklung von Expert_innennetzwerken. Ergänzend werden Grundlagen des Katastrophenmanagements sowie Ansätze zur Planung und Durchführung praktischer Übungen vorgestellt.

Lernziele

Nach erfolgreichem Abschluss des Kurses können die Teilnehmenden:

  • die Auswirkungen des Klimawandels auf Kultur- und Naturerbe erläutern;
  • klimabedingte Gefahren, Vulnerabilitäten und Risikofaktoren für Kultur- und Naturerbe identifizieren und bewerten;
  • die Aufgaben, Kompetenzen und Handlungsfelder eines Risk Managers für Kultur- und Naturerbe beschreiben;
  • die Grundprinzipien des Risikomanagements nach ISO 31000 auf den Fragestellungen des Kultur- und Naturerbeschutzes übertragen;
  • Methoden der Gefährdungs-, Risiko- und Vulnerabilitätsanalyse anwenden;
  • digitale Risikomanagement-Tools zur Analyse, Bewertung und Unterstützung von Entscheidungsprozessen einordnen und nutzen;
  • geeignete Maßnahmen zur Prävention, Vorbereitung, Reaktion und Wiederherstellung im Umgang mit klimabedingten Risiken bewerten und ableiten;
  • relevante Akteur_innen im Bereich des Kultur- und Naturerbeschutzes identifizieren sowie die Zusammenarbeit zwischen Kulturerbeinstitutionen, öffentlichen Stellen, Wissenschaft und Einsatzorganisationen fördern.

Vorkenntnisse

Für die Teilnahme sind keine Vorkenntnisse erforderlich. Die Kurssprache ist Englisch.

Interessierte Teilnehmende können ihr Wissen im MOOC „CHePiCC online – Cultural Heritage Protection in Climate Change online“ ergänzen und vertiefen. Der Kurs behandelt unter anderem die Auswirkungen des Klimawandels auf das Kulturerbe, Risiken und Gefährdungen, Strategien der Klimawandelanpassung sowie Maßnahmen des Kulturgüterschutzes und des Katastrophenrisikomanagements.

Kursablauf

Der MOOC ist als Selbstlernkurs konzipiert und kann zeit- und ortsunabhängig absolviert werden. Die Lerninhalte sind in vier Module gegliedert und werden in Form kurzer Videovorträge von internationalen Expert_innen aus den Bereichen Kultur- und Naturerbeschutz, Risikomanagement, Klimawandelanpassung, Katastrophenvorsorge und öffentliche Verwaltung vermittelt.

Die Module ergänzen einander zu einem umfassenden Lernangebot, können jedoch auch unabhängig voneinander bearbeitet werden. Dadurch haben die Teilnehmenden die Möglichkeit, ihren individuellen Lernpfad entsprechend ihren Interessen und beruflichen Anforderungen zu gestalten.

Quizze ermöglichen die Überprüfung des Lernerfolgs und unterstützen die Teilnehmenden dabei, die zentralen Inhalte der einzelnen Module zu festigen.

Zertifikat

Für die aktive Teilnahme am Kurs erfolgt bei Abschluss die Ausstellung einer automatisierten Teilnahmebestätigung, welche Ihren Namen, den Kursnamen und die abgeschlossenen Lektionen beinhaltet. Es wird darauf hingewiesen, dass es sich nur um eine Bestätigung handelt, die aussagt, dass Sie zumindest 75% der gestellten Selbstüberprüfungsfragen richtig beantwortet haben.

Lizenz

Dieses Werk von Team ZKGS ist lizenziert unter CC BY-NC-ND 4.0.
Namensnennung: INACO Project (Interreg Central Europe)

Zusätzliche Information

Der Online-Kurs wurde im Rahmen des Interreg Central Europe-Projekts INACO entwickelt und durch den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) kofinanziert.

Die Inhalte wurden von einem internationalen Konsortium aus Forschungseinrichtungen, Universitäten, öffentlichen Verwaltungen und Fachorganisationen aus Österreich, Deutschland, Italien, Tschechien, Ungarn, Polen, der Slowakei und Kroatien gemeinsam entwickelt. 

Weitere Informationen zum Projekt, zu den entwickelten Risikomanagement-Tools sowie zu weiteren Ergebnissen des Projekts finden sich auf der offiziellen INACO-Projektwebsite und den Social-Media-Kanälen des Projekts.

www.interreg-central.eu/projects/inaco
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Kursleitung

Assoz. Prof. Dr. Anna Maria Kaiser

Assoz. Prof. Dr.  Anna Kaiser ist Spezialistin auf dem Gebiet des Kulturgüterschutzes. 2013 promovierte sie sub auspiciis praesidentis an der Universität Wien mit einer Arbeit zum römischen Militär. Seit 2015 ist sie an der Universität für Weiterbildung Krems tätig und war maßgeblich am Aufbau sowie an der internationalen Positionierung des Zentrums für Kulturgüterschutz beteiligt, dessen Leitung sie seit 2023 innehat.
Als Leiterin des Zentrums betreut und koordiniert sie mehrere EU-Projekte zu den Themen Kulturgüterschutz, Klimawandel, Erhalt und nachhaltige Nutzung des kulturellen Erbes. 
Ihre Forschung, Lehre und Vortragstätigkeit richten sich an ein nationales und internationales Publikum und befassen sich mit unterschiedlichen Aspekten des Kulturgüterschutzes. Ein besonderer Schwerpunkt ihrer Arbeit liegt auf der Entwicklung nachhaltiger und praktikabler Schnittstellen zwischen zivilen Akteur_innen, Einsatzorganisationen und militärischen Einrichtungen.

Partner:innen

Logos INACO Projektparnterorganisationen

Die INACO-Partnerschaft unter der Leitung des Institute of Atmospheric Sciences and Climate – National Research Council of Italy vereint Organisationen aus acht mitteleuropäischen Ländern – Italien, Österreich, Tschechien, Ungarn, Deutschland, Polen, der Slowakei und Kroatien – mit ausgewiesener Expertise in den Bereichen Kulturerbe, Umweltforschung, digitale Technologien, Kommunikation und Risikomanagement. Gemeinsam entwickeln sie innovative Strategien zur Stärkung der Resilienz gefährdeter Kultur- und Naturerbestätten gegenüber klimabedingten Risiken.

Institute of Atmospheric Sciences and Climate – National Research Council of Italy [Italien]
Als größtes Institut für Atmosphärenwissenschaften des italienischen Forschungsrats forscht CNR-ISAC interdisziplinär zu Klima, Luftqualität und Umweltauswirkungen. Das Institut verfügt über besondere Expertise bei der Bewertung klimabedingter Auswirkungen auf Kulturlandschaften und das gebaute Kulturerbe und leitet die Entwicklung der INACO-Tools zur Bewertung der Vulnerabilität und von Risiken für Kultur- und Naturerbestätten.

Universität für Weiterbildung Krems – Zentrum für Kulturgüterschutz [Österreich]
Das Zentrum für Kulturgüterschutz verfügt über umfassende Erfahrung im Schutz beweglicher und unbeweglicher Kulturgüter vor klimabedingten Naturgefahren. Dabei verfolgt es einen ganzheitlichen Ansatz und bietet praxisorientierte Bildungsangebote zur Entwicklung präventiver Strategien sowie Weiterbildungs- und Trainingsangebote für Risk Manager an.

SISTEMA GmbH [Österreich]
SISTEMA ist ein Technologieunternehmen mit Spezialisierung auf Fernerkundung und IT-gestützte Umweltanalysen. Mit langjähriger Erfahrung in den Bereichen Atmosphärenforschung, Kulturerbeschutz und Notfallmanagement entwickelt das Unternehmen technische Lösungen zur Bewertung und Visualisierung von Risiken für Kultur- und Naturerbestätten.

Czech Academy of Sciences – Institute of Theoretical and Applied Mechanics [Tschechien]
ITAM forscht an der Schnittstelle von Mechanik, Materialwissenschaften und Kulturerbeerhaltung. Mit innovativen Methoden zur Analyse, Überwachung und Erhaltung historischer Bauwerke bringt das Institut fundierte technische Expertise in die Bewertung und den Schutz gefährdeter Kulturerbestätten ein.

Lake Balaton Development Coordination Agency [Ungarn]
Die LBDCA ist eine gemeinnützige Organisation, die sich der nachhaltigen Entwicklung der Balaton-Region widmet. Sie unterstützt die Umsetzung europäischer Programme und verfügt über umfangreiche Erfahrung in der Planung und Koordination von Schutzmaßnahmen für Kultur- und Naturerbe.

Landkreis Forchheim [Deutschland]
Als regionale Verwaltungsbehörde verfügt der Landkreis Forchheim über Expertise in den Bereichen Kulturerbe, Wasserwirtschaft und Umweltmanagement. Er koordiniert die Anwendung und Integration der INACO-Tools in der Region, unterstützt Gemeinden bei der Nutzung dieser Tools und stärkt die Kompetenzen regionaler Risk Manager.

Foundation for Landscape Protection [Polen]
FOK ist eine gemeinnützige Organisation mit interdisziplinärer Expertise im Schutz und in der nachhaltigen Entwicklung von Kultur- und Naturlandschaften. Durch die Verbindung von Raumplanung, Landschaftsmanagement und Denkmalpflege bewertet FOK Kulturerbe unter Berücksichtigung von Nachhaltigkeit, kulturellem Wert und gesellschaftlicher Wirkung. Die Organisation unterstützt zudem die Sichtbarkeit der Projektergebnisse.

Technische Universität Košice [Slowakei]
Die TUKE ist die führende technische Universität der Slowakei mit Expertise in Umwelt-, Wasser- und Raummanagement. Sie entwickelt innovative Ansätze für partizipative Planung und nachhaltige Entwicklung und trägt zur wirtschaftlichen Bewertung und zur Entwicklung strategischer Schutzmaßnahmen für gefährdete Kulturerbestätten bei.

Institute for the Restoration of Dubrovnik [Kroatien]
Das IRD verfügt über langjährige Erfahrung in der Restaurierung historischer Bauwerke und der Entwicklung von Schutzmaßnahmen für gefährdete Kulturerbestätten. Das Institut testet die INACO-Tools im Raum Dubrovnik und trägt zur Entwicklung innovativer Schutzstrategien für gefährdete Kulturerbestätten in Flusslandschaften bei.

Bundesamt für Wasserwirtschaft – Institut für Kulturtechnik und Bodenwasserhaushalt [Österreich]
BAW Research forscht an der Schnittstelle von Boden, Wasser und Landnutzung. Das Institut liefert wissenschaftliche Beiträge zu den INACO-Tools und unterstützt die Bewertung der natürlichen Vulnerabilität von Kultur- und Naturerbestätten.

Po Delta Park – Emilia Romagna [Italien]
PDPO verwaltet Schutzgebiete im Po-Delta, darunter UNESCO-Biosphärenreservate und Welterbestätten. Die Einrichtung testet die entwickelten INACO-Tools und entwickelt innovative Ansätze zum Schutz von Kultur- und Naturerbe in sensiblen Wasserlandschaften.

  • Istituto di Scienze dell'Atmosfera e del Clima - Consiglio Nazionale delle Ricerche

  • Universität für Weiterbildung Krems

  • SISTEMA GmbH

  • Ústav teoretické a aplikované mechaniky Akademie věd České republiky

  • Balatoni Integrációs Közhasznú Nonprofit Kft

  • Landkreis Forchheim

  • Fundacja Ochrony Krajobrazu

  • Technická univerzita v Košiciach

  • Zavod za obnovu Dubrovnika

  • BAW Research

  • Ente di Gestione per i Parchi e la Bioversità Delta del Po

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